Über den Autor

Hatte mich entschieden, keine Info / Bildmaterial hier zu veröffentlichen. Allerdings, wenn ich sehe, dass insbesondere "Außenstehende" Hinduismus und unsere westliche Lebensart / Mentalität als kaum vereinbar halten, und sogenannte Klischees über das Aussehen eines Dieners Krsnas weiter vorhalten, lässt sich ein breites Grinsen in meinem Gesicht nicht vermeiden :) Was tun, dachte ich mir.... Vielleicht einfach mal zeigen, dass man als Diener Krsnas nicht automatisch in Sektierertum, Zwängen usw. verstrickt wird. Aber mal vorweg, trotz meiner evtl. gar zu kritischen Worten:

Gott ist nah, in uns, um uns.... Ganz nah :)

So, nun ein paar Daten von mir. Geboren bin ich 01.01.1973. Falls jemand astrologische Berechnungen machen möchte,so offen bin ich (01:15, Trier).

An das Krsna-Bewusstsein bin ich zufällig "gestossen", in einer Zeit, in der sich viele Fragen bei mir aufwarfen. Obwohl sehr denkbezogen veranlagt (liegt wohl am Steinbock), spürte ich tief in mir trotz aller Fremdartikkeiten deutlich, dass dies mein Weg ist. Allerdings, muss ich gestehen, meine ich damit nicht eine bestimmte Gruppe. Gruppen / Gemeinschaften können einen sehr leicht enttäuschen, da einerseits Anspruch und Wirklichkeit in einigen Bereichen stark "auseinandertriften", und andererseits meiner Erfahrung nach häufig nur ein "drin" oder "draussen" gibt. Fanatismus lehnt eigentlich jeder ab, praktisch betrachtet hatte und habe ich allerdings erstaunlich häufig das Gefühl, dass einige genau dies letzten Endes praktizieren. Warum auch immer, da gibt's so manche Begründung.... Aus meiner Sicht bedeutet das, nicht mehr offen für andere Sichtweisen zu sein. Man ist sich anscheinend sehr sicher, für meinen Geschmack zu selbstsicher, um wirklich zu berücksichtigen, dass man zwar eine große Wahrheit gefunden hat, jedoch unsere menschliche Unzulänglichkeit diese möglicher Weise gar nicht in allen Einzelheiten überschauen kann.

Auch bedeutet für mich die Hierarchie einer Gemeinschaft automatisch Machtstrukturen. Der Geschmack der Macht hat schon viele Menschen stolpern lassen, und manch einer sollte sich deutlich überlegen, wem er Macht gibt. Macht bedeutet für mich beispielsweise, das jemand über andere "Köpfe" und deren Lebensweg entscheiden kann, und damit dem Einzelnen die eigene Entscheidung "abnimmt". Ob im Einzelfalle gut oder schlecht, das sei mal dahingestellt.... Dies findet (leider) in vielen Gemeinschaften aktiv statt. Ich halte das für falsch. Wir können alle von einander lernen, jedoch sollte sich der Lehrer seiner eigentlichen Stellung deutlich bewusst sein, und das Lehren des Schülers als Gnade akzeptieren, wie auch der Schüler das Lernen als Gnade akzeptieren sollte. Dies bedeutet aus meiner Sicht jedoch nicht, das unkritisch alles gelehrt oder aufgenommen werden sollte. Wenn Krsna in jedem von uns weilt, dann wird er auch sicherlich jedem die Chance geben, IHN zu verstehen, Ihn zu finden. Davon bin ich überzeugt. Und jemand, der sagt, es gehe nur über Ihn, den halte ich für unqualifiziert, weil er allem Anschein nach etwas wichtiges tief in sich nicht gefunden hat.....

Der Hinduismus als solcher ist eigentlich dafür bekannt, jedem Gläubigen zu gestatten, sich einen Gott aus den unzähligen Inkarnationen Krsnas (manche mögen an dieser Stelle auch Gott sagen) aussuchen zu können, den er / sie anbetet. So werden z.B. in Indien mehr als 32 Millionen Gottheiten verehrt. In einem indischen Tempel könnte ohne weiteres folgende Begebenheit geschehen: "Ein Christ kommst in den Tempel, und geht an den Altar. Erstaunt sieht er zahlreiche Photos von verschiedenen Personen (Meistern) am Altar hängen. Man fragt ihn: Wer ist Dein Meister? Er antwortet: Mein Meister ist Jesus Christus. Man antwortet ihm: Hast Du vielleicht ein Photo dabei? Hier ist noch Platz für Ihn.

Interessanter Weise passiert es häufiger, dass die eine Gemeinschaft eine andere kritisiert bzw. ablehnt (Konkurrenzdenken...?), nur weil diese einen anderen Weg zu Gott sucht.... Ist nicht der Weg (sprich der Wille zurückzukehren) das (gemeinsame) Ziel?

Daher ist diese Seite nicht gemeinschaftsbezogen, sondern für alle, die Gott suchen.

Sehr viel kritische Worte bisher.... Enttäuscht? Nein, kein Grund. Es ist aus meiner Sicht ein Unterschied, etwas zu kritisieren, damit es besser wird, als kritisieren um des kritisieren (zerstören) Willens. 

Daher noch einmal zurück zu meinen kritischen Reflektionen.

Das Machtverhältnis unterscheidet sich innerhalb der meisten Gemeinschaften/Organisationen deutlich von dem früherer Meister/Schülerbeziehungen . Soweit mir bekannt, ist seit jeher gängige Praxis gewesen, dass der Schüler aufrichtig vom Meister lernt, und dieses Wissen wiederum Schülern weitergibt. Es gab (gibt mancherorts) also nur die Beziehung zwischen Meister und Schüler, keine Gruppe hat das ganze "gemanagt", keine Hierarchie, die allzu leicht einer Person zu viel persönliche Macht zuordnet(e). Das könnte auch ein Grund sein, warum in den vedischen Schriften steht (ich zitiere sinngemäß): Verlasse alle Religionen und wende Dich alleine MIR zu.

Ich lehne Gemeinschaften/Religionen deswegen nicht generell ab. Allerdings begebe ich mich auch nicht in ein Abhängigkeitsverhältnis. Das würde meines Erachtens meiner Pflicht, "selbst verantwortlich" zu sein, entgegenwirken, und zudem Menschen "Macht" geben, die wohl schon allzu viel davon haben.

Halte ich nun alle Gemeinschaften für falsch? Nein, wenn der gemeinsame Weg sich nicht in "Machtspielchen" verliert. Eine Gemeinschaft mit anderen Gottsuchenden ist sicher sehr hilfreich, eine Abhängigkeit von anderen Gottsuchenden aus meiner Sicht nicht. Man sollte kritikfähig sein und Kritiken ertragen können, und nicht immer alles als persönlichen Angriff sehen. Vielen geht es ja im Kern ihrer Kritik nicht um Zerstörung, sondern um Besserung der jetzigen Umstände. Und mal ehrlich: Wenn keiner mir sagt, dass ich was falsch mache, und dieser Fehler wirklich da ist, ich allerdings ihn einfach nicht sehe (was ich für meinen Teil schon mehr als einmal erlebt habe), dann werde ich das doch bis zum "Sanktnimmerleinstag" so weiter machen.

Einmal sagte mir ein mir sympathischer Meister in kleiner Runde, nach dem "Weggang" eines anderen Meisters, man solle ihm bitte seine Fehler sagen, und nicht schweigen. Dieser Meister sei nie kritisiert worden, obwohl offensichtliche Fehler existiert hätten.
Als der mir liebe Meister in einer Vorlesung erzählte (sinngemäß): JEDER devotee (Iskcon-Schüler) sei besser, UNABHÄNGIG seiner Fehler, als andere Menschen. Ich meldete mich und sagte, dass ich das nicht glauben könne. Es gäbe sehr viele Gottsuchende anderer Religionen, die sehr ernsthaft und mit viel Liebe den Herrn suchen würden. Wie könnten diese schlechter sein als mancher sogenannte devotees, die schlimme Dinge getan haben. Er entgegnete WIRKLICH, dass die devotees dennoch besser sein. Und nun passierte etwas, dass ich absolut nicht erwartet hätte. Eine langjährige mataji (eingeweihte Schülerin) meldete sich zu Wort und bestätigte meine Worte. Sie blieb nicht die einzige. Leider ging der Meister nicht darauf ein. Er ignorierte es einfach....

Als wir raus gingen, bedankte sich eine seiner eigenen Schülerinnen mit den Worten "Danke, dass das mal einer gesagt hat", und einige andere zeigten mehr als deutlich, dass sie ebenfalls froh waren....Insbesondere ältere devotees haben mir später nach und nach gesagt, dass sie das sehr begrüssen, da sie selber nicht den Mut, oder teilweise zu abhängig seien, um offen zu sprechen.

Ob es etwas bei ihm geändert hat, glaube ich nicht. Allerdings hat mir die Reaktion der Menschen gezeigt, dass es wohl das Richtige war, etwas gegen die mir leider all zu oft "allmächtigen" Worte eines spirituellen Meisters zu sagen, gegen etwas, das offensichtlich nicht richtig ist.

Dennoch bin ich weiter in Kontakt..... Weil es mir um die "Sache" und nicht um die glücklichen oder weniger glücklichen Umstände rundherum geht. Auch empfinde ich Fehler als natürlich in gewisser Weise (aus irgend einem Grund müssen die meisten ja hier sein :). Meine sind bestimmt noch allzu häufig, und wer Kritik austeilt, der sollte auch stets aus Kritiken etwas Gutes entnehmen können. Denn wäre mir jemand gleichgültig gegenüber, dann würde er mir nichts sagen.....Weder Tadel noch Lob....

Leider ist in vielen Gemeinschaften "Brauch", Kritik zu "dämonisieren". Es wird ja nicht umsonst das Wort Dämon sehr häufig in Bezug auf Andere benutzt.....

Nun, wenn konstruktiv gemeinte Kritik wirklich dämonisch ist, dann bin ich wohl ein Dämon. Da ich seit jeher frei nach dem Motto gelebt habe "Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" (wobei das eher auf Ruf als auf Taten bezogen ist), habe ich einfach "mein Ding", sprich bsp. diese Webseite, weitergemacht... Krsna ist mir zu wichtig, um mich in irgendwelche Spielchen zu verstricken. Die bietet mein Leben von morgens bis abends zur genüge....

So, und wenn Du so lange "durchgehalten hast" :), hier noch ein paar Fotos eines "ganz" normalen Menschen :) Sind zwar nicht mehr die neuesten und bin heutzutage nich mehr so blond, aber so seh ich grob aus :) Übrigens, gerade bei der Schattenarbeit :) Konfrontation mit inneren Ängsten :)

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...So, bald vielleicht mal mehr :)

Euer Peer

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